Reise mit durch jeden Juni seit 1930 — und sieh, wie aus kühlem Blau
nach und nach glühendes Rot wird.
Blau = kühler, Rot = wärmer als das Mittel 1961–1990. Links die Vergangenheit, rechts heute.
Das Muster ist unverkennbar: die linke Hälfte überwiegend blau, die rechte zunehmend rot.
Einzelne Junis springen wild. Aber das 10-Jahres-Mittel (orange) und der Trend (rot) zeigen klar nach oben.
Glättet man die Ausreißer zu Dekaden, wird fast jedes Jahrzehnt wärmer als das davor.
Der kühlste Juni war 1956 (13,2 °C), der wärmste 2019 (19,8 °C) — ein Unterschied von über sechs Grad zwischen den Extremen.
Nicht der Durchschnitt, sondern die Rekorde: der jeweils heißeste Ort Deutschlands — aus allen 1.285 DWD-Stationen.
| # | Datum | Ort | Region | °C |
|---|
Neuere Tage rot, ältere blau. Drei Hitzewellen dominieren: 2019, 2022 — und die legendäre Jahrhundert-Hitze von 1947.
Genau jetzt läuft eine Hitzewelle mit bis zu 40–42 °C prognostiziert. Die 40-Grad-Marke fiel in einem deutschen Juni noch nie. Fällt sie diese Woche, beginnt die Reise von vorn — eine Stufe höher.
Erwärmung des deutschen Juni-Durchschnitts seit den 1930er-Jahren.